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Egyptian Mau  - Infos über die Rasse

  Arietta Mafed of Buteurs
   

Die Egyptian Mau (oder ägyptische Mau) ist für mich eine der schönsten, liebenswertesten und charaktervollsten Katzenrassen! Sie ist eine kontrastreiche, elegante und majestätisch wirkende Katze mit einer strahlenden Persönlichkeit und weltweit die einzige Rasse, die natürlich (also nicht gezüchtet) getupft (spotted) ist. Sie stammt auch laut neuesten genetischen Untersuchungen an ägyptischen Katzenmumien direkt von der nubischen Falbkatze (Felis silvestris lybica) ab, was ihre Nähe zur "Ur-Katze" und daher auch ihre funktionierenden Instinkte untermauert..

Ihr Wesen zeichnet sich dadurch aus, dass sie liebevoll, intelligent, zärtlich, sensibel, menschenbezogen und verspielt ist. Ihrer Familie gegenüber, sobald sie Vertrauen gefasst hat (wobei man dieser Rasse diesbezüglich Zeit geben muss!) ist und bleibt sie loyal und liebt sie intensiv bis an ihr Lebensende. Sie hat eine spezielle, sehr starke Bindung an ihre Menschen - dieser Charakterzug ist etwas Besonderes unter den Rassekatzen. Eine Mau fordert ihre Liebe auf sanfte, aber konsequente Weise von ihrem Menschen ein. Sie ist gefühlvoll und mag keine Zurückweisung, wobei sie sehr wohl lernen kann und will, allerdings mit viel Einfühlungsvermögen für ihre Individualität. Maus mögen es nicht (mit seltenen Ausnahmen), hochgehoben zu werden - sie brauchen auf Grund ihrer Nähe zur Wildkatze das Gefühl, den Boden unter den Füßen nicht zu verlieren, denken Sie z.B. an einen Raubvogel! Sie wollen die Übersicht behalten und hassen es, zu ihrem "Glück" gezwungen zu werden! Aus dem selben Grund mag es die Mau genauso wenig, wenn man ihr direkt in die Augen starrt.
Wenn Sie sich eine Egyptian Mau nach Hause holen müssen Sie unbedingt auf deren Ursprünglichkeit eingehen!
Mit anderen Katzen verträgt sie sich sehr gut. Dabei hat sie aber ein ausgeprägtes Gefühl für "Gleichberechtigung".

Arietta Horus of Buteurs  
   

Die Mau ist eine mittelgroße, schlanke, möglichst muskulöse Katze mit einem Gewicht von ca. 2,5 bis 5 Kilo, je nach Individuum und Geschlecht.
Ihr Fell kann drei Farbvarianten aufweisen: Silver Spotted (silber mit schwarzen Tupfen), Bronze Spotted (braun mit schwarzen Tupfen) und Black Smoke (eine besondere Ausprägung dieser Rasse, weil sie das einzige Tupfenmuster unter den smoke-farbenen Katzen trägt), natürlich jeweils getupt.
Das Fell ist relativ kurz, seidig und fein (besonders bei den Black Smokes). Die natürlichen Tupfen (Spots) können unterschiedlich groß sein und verschiedene Formen aufweisen. Sie sollten willkürlich und über den gesamten Körper verteilt sein.

Die Sinne der Mau sind durch die Nähe zur "wilden" Katze stark ausgeprägt und wollen geübt und beschäftigt werden. Mit Spiel - und auch Abwechslung - dabei sollte man bei der Mau deshalb nicht geizen!

 

  Arietta Mafed of Buteurs
   

Die Augen der ägyptischen Mau sind bei allen Farben stachelbeergrün (hellgrün), was ich persönlich besonders liebe. Es ist faszinierend in die Augen dieser Katze zu sehen, denn ihre Augen drücken jede ihrer Gefühlsregungen genau aus - soweit man diese "Augensprache" lesen kann und will.

Ihr Gesicht zeichnet sich durch ein "M" über den Augen, die Mascara-Linien (die von den Augenwinkeln bis zum Ende der Wangen reichen) und eine besonders typische Augenstellung aus, was der Katze einen natürlich "besorgten" Ausdruck verleiht (oft als "Did I miss the bus?" look bezeichnet) .
Ihre Ohren sind mittelgorß bis groß und dürfen auch kleine Büschel haben.
Die Pfoten der Mau sind vergleichsweise klein und grazil, die Hinterbeine sind länger als die Vorderbeine, was bei ihrem Gang an einen Leoparden erinnert. Beim Laufen kann sie bis zu 50 km/h erreichen - sie ist somit eine der schnellsten Katzen unter den Hauskatzen(rassen).
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Die Geschichte der Egyptian Mau beginnt mit dem Sesshaftwerden der Menschen im alten Ägypten. Die Felderwirtschaft und das Anlegen von Kornspeichern lockte zu damaliger Zeit viele Nager an. Durch dieses Nahrungsüberangebot an Ratten siedelte sich die nubische Falbkatze an. Die Ägypter erkannten schnell, dass die Katzen die Ratten von ihrem Getreide fernhielten und schon bald fingen die Menschen an, sich diese Katzen als Haustiere zu halten. Mit der Zeit wurden sie wie regelrechte Familienmitglieder behandelt. Starb eine Katze eines natürlichen Todes, so fand eine Familientrauerfeier statt. Dieser Trauerfeier folgte das Ritual der Einbalsamierung (siehe unser Foto rechts unten). So etwas war neben den Katzen nur noch den Königen Ägyptens gestattet. Mit in das Grab wurden Mäuse gelegt, um der toten Katze einen guten Start in ihr neues Leben zu geben. Die Mau hatte also einen sehr hohen Stellenwert im alten Ägypten. Tatsächlich gibt es sogar mehr Katzen- als Menschenmumien.

 

Arietta Horus of Buteurs  
   

Der Name Mau leitet sich aus dem Ägyptischen ab und bedeutet Katze oder Sonne. Aus den vielen alten ägyptischen Gemälden und Wandmalereien kann man die wichtige Stellung der Mau ersehen. Viele Gottheiten, wie z.B. der Sonnengott Ra, wurden als gepunktete Katze dargestellt. Sie wurde geradezu vergöttert und galt als Bestandteil der Religion. Ein Katzenmörder wurde im alten Ägypten ohne ein Gerichtsverfahren sofort zum Tode verurteilt. Kam eine Katze durch einen Unfall zu Tode, musste der Schuldige mit einer hohen Strafe rechnen. Solche Gesetze unterstreichen noch einmal die Stellung dieser Katze zur damaligen Zeit.

Dass es die Egyptian Mau heute noch gibt muss man der weißrussischen Prinzessin Natalie Troubetskoy verdanken. Sie lernte 1953 den ägyptischen Botschafter in Italien kennen. Bei ihrem Besuch war sie von einem Katzenpaar und deren Tupfenmuster so begeistert, dass sie mithilfe des ägyptischen Botschafters ein Weibchen erhielt. Es kam zu einer Paarung mit einem Kater des Botschafters. Als Ergebnis der Paarung entstanden zwei Jungen. Eines der Jungen wurde rückgekreuzt mit seiner Mutter. Mit dem entstandenen jungen Weibchen und zwei weiteren ägyptischen Mau verließ die Weißrussin Italien und zog nach Amerika. Ab diesem Moment breitete sich die Rasse wieder aus und tauchte bereits 1968 in England auf.

Wie etliche Katzenrassen, die nicht allzuweit von der Wildkatze entfernt sind, befinden sich auch Egyptian Mau Kitten ab einem Alter von ungefähr 6 Wochen in der sog. Fuzzy-Phase (fuzzy=englisch für verschwommen). Dieses Stadium ist unterschiedlich lang und kann auch unterschiedlich ausgeprägt sein. Die Zeichnung und Fellfarbe wirkt in dieser Zeit unscharf. Die Entwicklung der Farbe (Kontrast) und Zeichnung (Schärfe der Spots) ist erst ab einem Alter von 2 Jahren vollständig abgeschlossen.
Der Grund für diese Phase findet sich im ursprünglichen Wildanteil der Egyptian Maus. Wildkatzen beginnen im Alter von 10 Wochen das sichere Nest zu verlassen und nehmen eininge Wochen zuvor eine unscharfe Zeichnung an, um vor Räubern gut getarnt zu sein. Auch Egyptian Maus tragen diese Eigenschaft noch in sich.

Abseits davon sei erwähnt, dass jede Katze, welcher Rasse (oder nicht) sie auch immer angehört, immer ein Individuum ist und bleibt.
Umso wichtiger ist es für mich, dass unsere Katzen einen guten und in alle Richtungen ausgeprägten Sozialisierungsprozess in ihren ersten Lebenswochen durchleben können/dürfen. Die Prägephase bei Katzen findet zwischen der zweiten und siebenten Lebenswoche statt - dementsprechend gewöhnen wir all unsere Kitten besonders in dieser Zeit an diverse Geräusche, Gerüche und generell an den Menschen.
Nur so ist gewährleistet, dass, speziell bei Egyptian Maus, Mensch und Katze Vergnügen an ihrem gegenseitigen Dasein haben können.

Sollten Sie Ihre Begeisterung für die Egyptian Mau mit mir teilen, würde ich mich sehr auf Ihre Anfragen freuen!

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